Atem-Übung 4

Öff­nen Sie mal Ihre Hand … und ach­ten Sie auf Ihren Atem. Sie atmen ein?”

So lässt Ilse Mid­den­dorf die Jour­na­lis­tin Doro­thee Nol­te ihren Atem erfah­ren in einem Inter­view mit dem Titel „Atmen macht glück­lich“ im Tages­spie­gel am 17. Sept. 2000, kurz vor ihrem 90jährigen Geburts­tag.

Die­se Auf­for­de­rung neh­me ich heu­te zum Anlass für unse­re Atem­übung der Woche:
Eine Hand beginnt, sich von der Hand­mit­te her sanft auf­zu­deh­nen, öff­net sich bis in die Fin­ger­spit­zen, ohne Span­nung und Über­deh­nung, und schwingt genau­so leicht wie­der in ihre Aus­gangs­po­si­ti­on zurück.

Wenn ihr bei die­sem unspek­ta­ku­lä­ren Vor­gang gesam­melt und emp­fin­dungs­be­wusst betei­ligt seid, könnt ihr erle­ben, dass der Ein­atem kommt wenn die Hand weit wird, und der Aus­atem mit dem Zurück­schwin­gen der Hand wie­der geht. Ihr könnt eure zwei­te Hand mit dazu neh­men, so dass bei­de Hän­de begin­nen, sich in einem leich­ten Öff­nen und Zurück­schwin­gen zu bewe­gen. Es ent­steht ein beweg­ter Atem­rhyth­mus, der euch inner­lich leicht und weit wer­den lässt.

Vari­an­te: Ihr könnt aller­dings auch in unse­re heu­ti­ge Atem­übung ein­stei­gen indem ihr eure Hän­de erst mal breit­flä­chig um eure Flan­ken legt und den eige­nen Atem­rhyth­mus spürt.

Wenn ihr das Kom­men und Gehen eures Atems an der Bewe­gung der Rip­pen­bö­gen unter euren Hän­den deut­lich spü­ren könnt, begin­nen die Hän­de die­sen Rhyth­mus des Kom­men und Gehens auf­zu­neh­men. Sie öff­nen sich mit dem ent­ste­hen­den Ein­atem in eine Ges­te ein wenig vom Kör­per weg und schwin­gen im Aus­atem wie­der Rich­tung Kör­per­mit­te zurück.

Auch die Ellen­bo­gen kön­nen mit­schwin­gen und nach einer Wei­le des Übens betei­li­gen sich auch die Ach­sel­höh­len, sie öff­nen und schlie­ßen sich leicht, so dass schließ­lich bei­de Hän­de und Arme im Rhyth­mus eures Atems schwin­gen. Die­ses wun­der­ba­re Bewegt­sein kann sich auf euren gesam­ten Kör­per über­tra­gen. Der „Tanz“ des Atems kann begin­nen.

Viel Freu­de mit eurem Atem Ger­trud

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